Vitamin K kann nicht vom Körper hergestellt werden. Der Mensch ist daher größtenteils von der Zufuhr über Nahrungsmittel abhängig. Es gibt jedoch eindeutige Anzeichen dafür, dass die westliche Bevölkerung aufgrund ihrer Ernährung zu wenig Vitamin K zu sich nimmt. Die zwei wichtigsten Arten von Vitamin K sind K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon).
Vitamin K1 findet man in grünem Blattgemüse, wie Spinat, Kohl und Brokkoli. Allerdings wird nur sehr wenig Vitamin K1 vom Körper aufgenommen. Nur etwa 10% der Gesamtmenge kommen in den Blutkreislauf. Zusätzlich verarbeitet die Leber bereits einen Großteil des K1 für die Blutgerinnung, wodurch für alle anderen Gewebe noch weniger übrig bleibt. Dies erklärt, warum Vitamin K1 keine oder nur sehr geringe Wirkung auf die Gesundheit von Herz und Knochen hat.
Vitamin K2 hingegen hat eine außergewöhnlich hohe Bioverfügbarkeit und wird vom Körper optimal aufgenommen. Deshalb ist Vitamin K2 die wirksamste Form von Vitamin K. Es kommt hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie z.B. Fleisch, Innereien, Eidotter, Quark (Topfen) und in bestimmten Käsesorten vor. Diese Nahrungsmittel enthalten jedoch nur wenig K2 und müssten daher in großen Menge konsumiert werden. Vitamin K2 kann auch teilweise in einem gesunden Darm von bestimmten Bakterien produziert werden.
Die beste Quelle für natürliches Vitamin K2 ist das aus fermentierten Sojabohnen hergestellte traditionelle, asiatische Natto-Gericht. Leider reduziert der intensive Geruch und gewöhnungsbedürftige Geschmack von Natto die Attraktivität für die westliche Welt. Natto hat eine außergewöhnlich hohe Konzentration an natürlichem K2 in Form des langkettigen Menachinon-7 (MK-7). Natto wird in Asien seit Generationen oft täglich und bereits zum Frühstück mit Reis gegessen.
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